die.blue.Charity - Initiative für Prostatakrebs-Aufklärung
Gute Nachrichten! Eine wissenschaftliche Studie zeigt, dass häufiger Samenerguss mit einem geringeren Risiko für Prostatakrebs in Verbindung stehen kann.
Dabei spielt es keine Rolle, ob dies durch Masturbation oder Geschlechtsverkehr geschieht.
Die Daten wurden im Fachjournal European Urology 1 veröffentlicht und von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern der Harvard School of Public Health erhoben. Insgesamt wurden über 32.000 Männer in die Studie einbezogen.
1 European Urology
Die Ergebnisse deuten darauf hin, dass Männer, die etwa 21 Mal oder häufiger im Monat ejakulierten, ein rund 20% geringeres Risiko hatten, an Prostatakrebs zu erkranken. Die Vergleichsgruppe waren Männern mit etwa sieben Ejekulationen pro Monat.
Warum das so sein könnte, ist bislang nicht eindeutig geklärt.
Diskutiert werden unter anderem folgende mögliche Erklärungen:
Wichtig! Diese Zusammenhänge sind wissenschaftlich noch nicht abschließend belegt.
Wie bei vielen Studien gilt auch hier, die Ergebnisse müssen differenziert betrachtet werden.
Ein Großteil der untersuchten Männer waren weiße US-Amerikaner. Deshalb lassen sich die Ergebnisse nicht ohne Weiteres auf andere Bevölkerungsgruppen übertragen.
Zudem ist das Risiko für Prostatakrebs je nach Herkunft unterschiedlich ausgeprägt. So ist es beispielsweise bei afroamerikanischen Männern höher, während es bei asiatischen Männern im Durchschnitt niedriger ist.
Die Studie liefert interessante Hinweise, ersetzt aber keine medizinische Empfehlung.
Entscheidend bleibt, sich mit der eigenen Gesundheit auseinanderzusetzen und Angebote zur Früherkennung wahrzunehmen.
Wenn du mehr über deine Möglichkeiten erfahren möchtest, findest du weitere Informationen auf unserer Seite zur Früherkennung von Prostatakrebs.